Innerer Friede

Wer innerlich unruhig, zerrissen oder im Konflikt mit sich selbst ist, projiziert diese Unruhe auf seine Beziehungen. Dabei wird im Außen nach etwas gesucht, das nur im Inneren gefunden werden kann. Selbst die harmonischste Begegnung wird einem nicht den Frieden schenken, auch wenn man sich noch so sehr danach sehnt.

Innerer Frieden entsteht durch Selbstakzeptanz, durch das Annehmen dessen, was ist, und durch die Versöhnung mit der eigenen Geschichte. Wer gelernt hat, mit sich selbst im Reinen zu sein, kann wirklich friedvolle Beziehungen zu anderen aufbauen. Dann wird jede Begegnung nicht zur verzweifelten Suche nach Erfüllung, sondern zum Teilen dessen, was bereits in einem ist.

Inneren Frieden finden ist möglich, man muss sich nur auf den Weg machen und dabei manche unangenehme Überraschung verkraften.

Bei dem Thema kann der christliche Glaube unterstützen. Jesus fasst das im zweiten Teil der Summe von Geboten und Propheten so zusammen: „Du sollst deinen Nächsten lieben, so wie du dich selbst liebst“. (Matth. 22, 39)

Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken.

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Begegnungen

Ein weiteres Foto aus Island, dieses Mal am Strand des Jökulsárlón. Aus dem Gletscher kalben kleine Eisberge, die ins Meer geschwemmt werden, dort von der Strömung an den Strand geschoben werden, wo sie dann nach und nach von Wellen und der Sonne geformt werden. Unser Foto zeigt deutlich, wie Wasser und Sonne eine einmalige Form zaubern aus dem ehemaligen Eisberg gegenüber den Steinen, die die letzten Jahre unverändert geblieben sind

Der heutige Spruch lautet: „Jede Begegnung, die die Seele berührt, hinterlässt eine Spure, die nie ganz verweht.“ Die Frage ist, wie nahe lasse ich (besondere) Menschen an meine Seele. Udo Jürgens singt in einem Lied, „…wir haben Riegel vor dem Herzen und um die Seele Stacheldraht“.

Ich kann verstehen, dass manche sich nach starken Enttäuschungen verschließen, aber zu welchem Preis?

Wenn meine Seele abgeschirmt ist für Menschen, kann sie trotzdem zugänglich sein für Gott? Vielleicht für theologische Konstruktionen und Lehrsätze über ihn, aber wahrscheinlich nicht für einen Beziehungsglauben: „Lieben von ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzem Gemüt“. (Mt 22, 37)

Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken.

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Begegnungen

Unser heutiges Foto zeigt den Sudhurfjorur in Island. Auf unserer damaligen Tour über die Ringstraße 1 haben wir einen jungen Amerikaner mitgenommen, der am Straßenrand seinen Mitfahrtwunsch signalisiert hat. So haben wir einen Tag lang gemeinsam unseren Weg fortgesetzt und sind u.a. an diesem Strand aus Lavagestein spaziert. Es war ein guter interkultureller Gedankenaustausch, sehr bereichernd und eine schöne Begegnung.

Wer neue Weg einschlägt, hat die Chance, gänzlich andere Menschen kennenzulernen, durch die eine besondere Begegnung entstehen kann.

Zu Beginn eines neuen Jahres reflektiert man über die vergangenen Wege, was habe ich durch diese alles erlebt, welchen Menschen bin ich dabei begegnet.

Es bereichert das Leben, hin und wieder neue Wege einzuschlagen, sich mit neuen Situationen auseinanderzusetzen und mit neuen besonderen Begegnungen zu reifen.

Es schwingt dabei auch die Frage mit, ob neue Wege im Glauben die Beziehung zu Jesus intensivieren und vertiefen können. Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken.

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Erlösung ist…

Folgende Gedanken aus meiner Predigt zum Jahreswechsel möchte ich mit euch teilen. Text: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich!“ Joh. 14,6. Mit dem Thema: „Erlösung ist reines Beziehungsthema“.

Beziehung lebt vom Gegenüber, deshalb der Fokus von einem Selbst als Gegenüber zu Jesus. Mit folgenden Fragen:

  • Wie sieht mein Weg aus – geradlinig, so geradlinig, dass ich gegen alles, was mir im Weg steht, unweigerlich pralle? Welchen Einfluss haben Menschen und Jesus auf meinen Weg?
  • Wie sieht meine Wahrheit, mein innerer Antreiber aus? Fühle ich mich ständig ungerecht behandelt oder muss immer Ordnung herrschen oder alles muss perfekt sein? Wie sehr hat die unendlich große Liebe Gottes zum Menschen eine Chance, Teil meiner Wahrheit zu werden?

In dem Sinne geht es weiter, wie sieht mein Leben aus und welches Vaterbild prägt meinen Glauben?

Mit diesen Gedanken wünschen wir allen Gottes reichen Segen auf allen Wegen für das neue Jahr 2026.

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Licht des Friedens

…mit diesen Gedanken

wünschen wir allen,

gerade in der jetzigen Zeit,

frohe und besinnliche Weihnachtstage.

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Abwarten vs. handeln

Abzuwarten ist kein passives Nichtstun, sondern ein bewusster Akt der Selbstbeherrschung. Wenn uns jede Faser drängt zu reagieren, verlangt das Innehalten außergewöhnliche Kraft. Es bedeutet, Unsicherheit auszuhalten, Impulse zu zügeln und der Zeit ihren Raum zu geben.

Das Handeln gibt uns das beruhigende Gefühl von Kontrolle. Doch manchmal ist gerade dieses voreilige Handeln der Fehler. Nicht jedes Problem verlangt nach sofortiger Lösung, nicht jede Provokation nach einer Antwort.

Die wahre Stärke zeigt sich darin, den richtigen Moment zu erkennen und zu wissen, wann Warten weise und wann Handeln geboten ist.

Die Adventszeit, warten auf die Ankunft von Jesus, geht bald zu Ende, wir wünschen allen die Kraft abzuwarten und hinzunehmen wie die weiteren Tage sich entwickeln werden.

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Warten gibt Stärke…

Um in unserer schnelllebigen Zeit mithalten zu können, ist warten und geduldig sein scheinbar kontraproduktiv. Am besten sollten die Wirtschaft, die Börsenkurse… explodieren. Aber nach einer Explosion ist alles in kurzer Zeit wieder verpufft.

Natürliches Wachstum braucht Zeit und das heißt warten können, sich in Geduld üben, denn es geschieht von innen heraus und benötigt starke Wurzeln, um dann, zur rechten Zeit Früchte zu tragen. Adventszeit ist die Zeit des Wartens.

Jesus kam auf diese Welt „als die Zeit erfüllet war“. Wir können Dinge nicht erzwingen, sondern nur ein Klima schaffen, das Wachstum und Entwicklung fördert. Wir hören dies täglich von der Wirtschaft, aber viel bedeutender ist es, für ein wachstumsförderndes Klima im Alltag und dem persönlichen Glauben zu sorgen, verbunden mit Geduld zu warten bis die Früchte sichtbar und reif werden.

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Ohne Erwartung…

In einem Gespräch erzählte mir jemand ganz stolz, wie er es schaffen wird, zukünftig von Enttäuschungen befreit zu sein. „Wenn ich gar nichts mehr erwarte, werde ich nicht mehr enttäuscht“. Spontan habe ich entgegnet, dann verlierst du auch die Vorfreude. Die Vorfreude wirkt meist über einen längeren Zeitraum und gibt dem Leben sehr viel positive Impulse. Dieses positive Erleben stärkt einen, auch falls es doch nicht so kommt, wie man es erwartet hat, und hilft, dies besser zu verarbeiten.

Die scheinbar „clevere“ Einstellung führt leider auch zu einer tristen Passivität und einer distanzierten „die Andern sind an allem Schuld“-Haltung.

Jesus beschreibt die Bedeutung des selbst aktiv Werdens als Grundhaltung des christlichen Glaubens:
„Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut ihr ihnen auch!“ (Matth. 7,12).

Mit diesen Gedanken wünschen wir allen eine gesegnete Adventszeit.

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Wer warten kann…

der heutige Spruch scheint auf den ersten Blick paradox zu sein. Warten assoziieren wir oft mit Vergeudung. Doch wer die Fähigkeit besitzt, Geduld zu üben und den Dingen ihren natürlichen Lauf zu lassen, entkommt der Hetze und dem Stress des ständigen Sofort-Handelns.

Diese innere Ruhe führt dazu, dass man nicht überstürzt handelt, Fehler vermeidet, die später korrigiert werden müssten, und klügere, nachhaltigere Entscheidungen trifft.
Man gewinnt Zeit, indem man nicht gegen die Umstände ankämpft, sondern sie akzeptiert und die Wartezeit sinnvoll nutzt – sei es zur Planung, Reflexion oder einfach zur Entspannung.

Wer gelassen warten kann, gewinnt die Kontrolle über seine eigene Zeitempfindung zurück und lebt bewusster – dem kann ich als Ruheständler voll zustimmen.

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Balance halten von Lernen und Genießen

Der heutige Spruch spricht mir voll aus dem Herzen. Lernen und Genießen in guter Balance, das Geheimnis für ein erfülltes Leben. Mir fallen dabei wieder kleine Kinder ein, man staunt, wie sie neue Situation aufnehmen und das meist spielerisch und sie genießen anschließend, wenn sie das neu Gelernte ausprobieren können und es einigermaßen klappt.

Ein Lied von Peter Maffay begleitet mich seit vielen Jahren: „Ich wollte nie erwachsen sein, hab immer mich zur Wehr gesetzt. Von außen wurd‘ ich hart wie Stein und doch hat man mich oft verletzt. Irgendwo tief in mir bin ich ein Kind geblieben, erst dann, wenn ich′s nicht mehr spüren kann, weiß ich, es ist für mich zu spät, zu spät…“

Eine gute Balance von lernen und genießen scheint für manche Erwachsene eine große Herausforderung zu sein, was für ein Kind kinderleicht ist.

Wir wünschen allen Gottes Segen mit diesen Gedanken.

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